Warum die Kombination so stark ist
Eine Wärmepumpe heizt nicht mit Gas oder Öl, sondern mit Strom und Umweltwärme aus Luft, Wasser oder dem Erdreich. Wenn Sie diesen Strom selbst auf dem Dach erzeugen, wird die Wärmepumpe ein echtes Sparwerkzeug: Statt teurem Netzstrom kommt der Heizstrom zu einem Bruchteil der Kosten direkt von Ihrer eigenen Anlage.
Das Ergebnis: Sie senken nicht nur Ihre Stromrechnung, sondern auch Ihre Heizkosten dauerhaft, und das sehr deutlich. Studien zeigen Heizkosten-Reduktionen von 50 bis 70 Prozent gegenüber alten Gas- oder Ölkesseln.
Wieviel Strom braucht eine Wärmepumpe?
Eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus benötigt typischerweise 2.500 bis 5.000 Kilowattstunden pro Jahr, je nach Dämmung, Heizverhalten und Wassertemperatur. Damit verdoppelt sich der Strombedarf eines Haushalts in vielen Fällen.
Genau hier wird die Photovoltaik besonders wertvoll: Was Sie selbst produzieren, müssen Sie nicht zu Netzpreisen einkaufen. Deshalb planen wir bei der Kombination meist eine etwas größere Anlage und einen größer dimensionierten Speicher, damit auch in der Übergangszeit ausreichend eigener Strom verfügbar ist.
Worauf Sie bei der Planung achten müssen
- Größe der PV-Anlage: Lieber etwas größer als knapp, damit die Wärmepumpe im Winter genug Strom bekommt. Für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe sind 10 bis 14 kWp oft sinnvoll.
- Speicher mit ausreichend Kapazität: Der Speicher überbrückt Wolken-Stunden und den Abendverbrauch. Mit Wärmepumpe planen wir den Speicher bewusst größer.
- Smarte Steuerung: Wärmepumpe und Speicher kommunizieren miteinander, damit Heizen genau dann läuft, wenn die Sonne scheint.
- Heizflächen prüfen: Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit Flächenheizungen oder modernen Heizkörpern. Bei sehr alten Heizkörpern lohnt ein hydraulischer Abgleich oder ein punktueller Austausch.
- Wechselrichter mit Reserve: Wir dimensionieren den Wechselrichter bewusst größer, damit eine spätere Erweiterung der Anlage oder ein E-Auto problemlos hinzukommen kann.
Förderung für die Kombination
Auch 2026 fördert der Staat den Einbau einer Wärmepumpe noch deutlich, unter anderem über die BEG-Förderung. Bei Bestandsbauten sind Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, je nach Einkommen, ersetzter Heizung und weiteren Boni. Für die Photovoltaik selbst gilt weiterhin der Nullsteuersatz, das heißt keine Mehrwertsteuer auf Module, Speicher und Montage. Wir kümmern uns auf Wunsch um die Anträge, damit Sie nichts liegen lassen. Mehr Details im Förderungs-Ratgeber.
Wie schnell rechnet sich die Kombi
Die Amortisation der reinen PV-Anlage liegt bei 9 bis 13 Jahren. Mit Wärmepumpe sinkt diese Zeit häufig deutlich, weil jedes selbst erzeugte Kilowatt direkt zwei Kostenblöcke ablöst: Haushaltsstrom und Heizung. Mit Kombi-Anlage liegt die Amortisation in der Regel günstiger als bei reiner PV, danach produziert die Anlage über viele weitere Jahre günstig weiter.